Simon Oehrli beim Ausmessen des neuen Wasserrades.

Erfreuliche Neuigkeiten für Schwamendingen: Die Rettung des historischen Wasserrades macht einen grossen Schritt vorwärts. Nachdem in den vergangenen Monaten intensiv an Lösungen gearbeitet wurde, hat der Neubau nun offiziell begonnen. Der Auftrag wurde vergeben und die Wagnerei Oehrli hat bereits mit dem Bau des neuen Wasserrades gestartet.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird sich das Wasserrad bereits im kommenden Herbst wieder drehen und damit ein Stück Schwamendinger Geschichte an seinen angestammten Platz zurückkehren.

Möglich wird dies dank dem Engagement zahlreicher Personen und Organisationen, die sich für den Erhalt des Wasserrades einsetzen. Die Arbeitsgruppe steht in engem Austausch mit der Holzkorporation Schwamendingen, dem Quartierverein und den Behörden.

Besonders erfreulich ist die Unterstützung aus dem Quartier. Der Quartierverein Schwamendingen hat nicht nur das Patronat für das Projekt übernommen, sondern beteiligt sich auch als Sponsor an der Finanzierung. Darüber hinaus konnten bereits weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus Politik, Schule, Gewerbe und Quartier gewonnen werden.

Die Finanzierung des Projekts nimmt ebenfalls konkrete Formen an. Für die Sanierung liegt eine detaillierte Offerte vor. Der Verschönerungsverein Zürich hat einen Beitrag in sein Budget aufgenommen. Zusätzlich wurde grosszügige Unterstützung aus dem Projekt «Hallo Wasser» zugesichert, das aus dem Jubiläumsfonds der Zürcher Kantonalbank finanziert wird. Auch zahlreiche Privatpersonen sowie Vertreterinnen und Vertreter des lokalen Gewerbes haben ihre Unterstützung zugesagt und sich bereit erklärt, das Projekt finanziell zu fördern. Diese breite Unterstützung aus dem Quartier zeigt eindrücklich, wie wichtig das Wasserrad für viele Menschen in Schwamendingen ist.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein steht unmittelbar bevor: Noch im Juni wird der Verein Wasserrad Schwamendingen gegründet. Der Verein soll künftig die Aktivitäten rund um das Wasserrad koordinieren, Spenden entgegennehmen und die Weiterentwicklung des Projekts begleiten. Sobald das Vereinskonto eröffnet ist, wird die offizielle Sponsorensuche gestartet. Interessierte Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen erhalten dann die Möglichkeit, das Projekt aktiv zu unterstützen und Teil dieses wichtigen Stücks Schwamendinger Geschichte zu werden.

Mit dem Neubau soll jedoch nicht nur ein historisches Wahrzeichen erhalten werden. Langfristig verfolgt die Arbeitsgruppe die Vision, den Standort des Wasserrades zu einem lebendigen Lern- und Begegnungsort weiterzuentwickeln. Themen wie Wasser, Energie, Nachhaltigkeit und Stadtklima sollen künftig auf spielerische und interaktive Weise vermittelt werden.

Die Website informiert laufend über die Fortschritte des Projekts und soll gleichzeitig Menschen motivieren, sich mit Ideen, Kontakten, freiwilliger Mitarbeit oder finanzieller Unterstützung einzubringen.

Mit dem Baustart durch Simon Oehrli ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach Jahren der Unsicherheit gibt es erstmals eine konkrete Perspektive: Wenn alles planmässig verläuft, wird sich das Schwamendinger Wasserrad bereits im Herbst wieder drehen – und damit ein Stück Quartiergeschichte für kommende Generationen bewahren.