Aus der Einweihung wurde ein Quartierfest

Am Samstag, 19. September 2026, haben wir das neue Wasserrad am Hüttenrain eingeweiht. Geplant waren zwei Stunden Feier. Geworden ist ein Quartierfest.

Gedeckte Festbänke mit roten Tischdecken und Blumendekoration am Waldweg beim Wasserrad, noch ohne Gäste
Kurz vor dem Ansturm: die Tische gedeckt, der Waldweg noch leer.
Gedeckte Festbänke mit Blumendekoration und brennendes Grillfeuer beim Wasserrad, kurz vor Beginn der Einweihungsfeier
Das Grillfeuer brannte, bevor die ersten Gäste da waren.

Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite: Sonne, warmes Licht zwischen den Bäumen, kein Wölkchen. Und dann kamen die Leute. Freundinnen und Freunde des Wasserrads, Familien aus dem Quartier, Nachbarn, Gönnerinnen und Gönner – und viele, die einfach neugierig waren. Deutlich mehr, als wir erwartet hatten.

Blick über das neue Wasserrad auf die vielen Gäste der Einweihungsfeier im Wald
Das neue Wasserrad am Tag seiner Einweihung – und der halbe Wald voller Leute.

Mit Trommelwirbel fing es an

Eröffnet wurde die Feier von drei Tambouren der Jugendmusik Zürich 11. Ein Trommelwirbel mitten im Wald hat etwas Feierliches – und er holte auch die letzten Gäste vom Waldweg ans Rad.

Drei Tambouren der Jugendmusik Zürich 11 neben dem Redner bei der Einweihung des Wasserrads
Drei Tambouren der Jugendmusik Zürich 11 eröffneten die Feier.

Rolf Gerber hielt die Eröffnungsrede, für den Quartierverein Schwamendingen sprach Alfons Nievergelt. Beide haben das Projekt von der ersten Idee an begleitet – damals, als noch längst nicht klar war, ob aus dem verwitterten alten Rad je wieder etwas wird.

Gäste der Einweihungsfeier stehen im Halbkreis um die Tambouren, links das neue Wasserrad
Die Gäste im Halbkreis um die Tambouren, links das neue Rad.

Leonie, Laurin, Liuna und Joshua enthüllen die Tafel

Dann kam der Moment, auf den alle gewartet hatten: Leonie, Laurin, Liuna und Joshua zogen das blaue Tuch von der neuen Infotafel.

Leonie, Laurin, Liuna und Joshua ziehen das blaue Tuch von der neuen Infotafel beim Wasserrad
Leonie, Laurin, Liuna und Joshua durften das Tuch wegziehen.

Auf der Tafel steht, woher das Wasserrad kommt, wer das erste 1976 gebaut hat und wie es zum Neubau kam. Wer künftig am Hüttenrain vorbeikommt, kann die ganze Geschichte an Ort und Stelle nachlesen.

Die enthüllte Infotafel beim Wasserrad, daneben die Tambouren und die Kinder
Und dann stand sie da.

150 Bürli, 150 Würste – und ein Velospurt zur Migros

Vorbereitet hatten wir 150 Bürli von Buchmann und 150 Würste. Das, dachten wir, reicht locker. Nach kurzer Zeit war beides weg.

Helferinnen geben Bürli und Würste aus, im Vordergrund der Grill mit Bratwürsten, dahinter viele Gäste
An der Ausgabe: Bürli, Würste und viele helfende Hände.

Also schwang sich Corinna aufs Velo, sprintete zur Migros und räumte dort Würste und Brot leer. Am Schluss sind deutlich über 200 Würste über den Grill gewandert. Ein Luxusproblem – und das schönste, das uns an diesem Tag passieren konnte.

Bei allen, die an diesem Samstag in der Migros vor dem leeren Wurstregal standen: Entschuldigung. Es war für einen guten Zweck.

Dicht gedrängte Gäste und besetzte Festbänke am Waldweg beim Wasserrad
Volle Bänke, voller Waldweg: So viele Gäste hatten wir nicht erwartet.

Über den ganzen Nachmittag kamen und gingen die Leute. Die einen blieben länger sitzen, die anderen schauten auf dem Spaziergang kurz vorbei – und viele nutzten die Gelegenheit, das neue Wasserrad aus der Nähe anzuschauen.

An der Schokokuss-Schleuder flogen 50 Stück durch die Luft – für Kinder und für Grosse. Und ehrlicherweise waren die Grossen mindestens so eifrig dabei.

Kinder und Erwachsene bei der Schokokuss-Schleuder am Waldweg
50 Schokoküsse für Kinder und Erwachsene.

Bier aus dem Quartier

Die Hopfenzunft Schwamendingen schenkte Bier vom Fass aus, dazu kamen etliche Harassen Schwamendinger Bier.

Wer kein Bier wollte, kam ebenfalls nicht zu kurz: Den Süssmost hat uns der Huebhof gesponsert. Herzlichen Dank dafür.

Festbetrieb beim Wasserrad: Bierausschank, Festtische und viele Gäste zwischen den Bäumen
Die Hopfenzunft schenkte Bier vom Fass aus.

Darunter war auch das Pale Ale «Suamundinga». Es hatte wenige Tage zuvor am B&R Beer Contest 2026 den 1. Platz in der Kategorie Pale Ale geholt – in einer Kategorie mit 45 eingereichten Bieren, bei rund 300 Bieren im ganzen Wettbewerb.

Schwamendingen hat also nicht nur das schönste Wasserrad, sondern auch das beste Bier. Beides am selben Nachmittag, beides mitten im Wald.

Diplom für den 1. Platz am B&R Beer Contest 2026 neben einer Flasche Suamundinga Pale Ale
Das Suamundinga – wenige Tage zuvor Kategoriensieger am B&R Beer Contest.

Ein Geschenk aus Lauenen

Simon Oehrli, der Erbauer des neuen Wasserrads, war mit seiner Familie eigens aus Lauenen angereist – gut vier Stunden Fahrt für einen Nachmittag im Zürcher Wald.

Im Gepäck hatte er ein Geschenk für Patrik und Rolf Gerber: eine Fettpresse. Damit soll das Rad künftig regelmässig gepflegt und geschmiert werden, damit es möglichst viele Jahre weiterdreht.

Danke, Simon. Wir werden fleissig schmieren.

Die geschenkte Fettpresse mit dem Aufkleber Wasserrad Schwamendingen 2026, dahinter das Wasserrad
Das Geschenk aus Lauenen: eine Fettpresse, damit das Rad geschmiert bleibt.

Ohne diese Hände wäre nichts gelaufen

Ein Fest sieht von aussen einfach aus. Dahinter haben viele mit angepackt: Tische und Bänke schleppen, grillieren, Bier ausschenken, auf- und abbauen, 70 Fruchtspiesse fürs Schoggifondue aufziehen – und all das erledigen, was spontan eben auch noch nötig wurde.

Ein paar Namen sollen hier stehen: Andreas und Markus haben als Grillmeister die Hoheit über Feuer und Würste gehabt. Manu, Katharina und Gianna haben den ganzen Nachmittag fleissig mit angepackt. Mario und Andrea betrieben die Schokokuss-Schleuder – und Rita hat das Fest mit Origami bereichert.

Den Grill durften wir uns bei Coffee & Deeds ausleihen – auch dafür ein herzliches Dankeschön.

Ein Dankeschön geht auch nochmals an die drei Tambouren der Jugendmusik Zürich 11 – ohne Trommelwirbel wäre der Auftakt nur halb so feierlich gewesen.

Steffi hat das Buffet und die Tische dekoriert. Mitten im Wald sah es plötzlich aus wie an einem Fest, das seit Monaten geplant war.

Herbstkranz aus Hortensien, Fetthenne und Beeren als Tischdekoration
Die Tischdekoration von Steffi.

Auch viele unserer Gönnerinnen und Gönner waren da. Ohne sie gäbe es kein neues Wasserrad – so einfach ist das.

Die neue Infotafel ist ein Geschenk zweier Firmen: Aufgestellt hat sie die Firma Analp, graviert wurde sie von Engrave. Herzlichen Dank euch beiden – die Geschichte des Wasserrads steht jetzt genau dort, wo sie hingehört.

Ausschnitt der Infotafel mit dem Logo des Vereins Pro Wasserrad und dem Kapitel zum ersten Wasserrad von 1976
Auf der Tafel ist festgehalten, wie das neue Rad zustande kam und wer dabei geholfen hat.

Aus einer offiziellen Einweihung ist an diesem Nachmittag ein richtiges Quartierfest geworden. Und ein schöner Schlusspunkt unter ein Projekt, an dem in den vergangenen Monaten so viele mitgearbeitet und für das so viele gespendet haben.

Damit es viele Jahre weiterdreht

Der Grundstein ist gelegt: Schwamendingen hat sein Wasserrad zurück, und es soll dem Quartier viele Jahre erhalten bleiben. Dafür braucht es allerdings mehr als einen schönen Nachmittag im September.

Wir freuen uns deshalb über alle, die dem Verein Pro Wasserrad beitreten. Ein kleiner finanzieller Beitrag hilft – mindestens so viel wert sind uns aber offene Augen: Wer am Rad vorbeikommt und merkt, dass etwas fehlt, klemmt oder nicht mehr rund läuft, soll es uns melden. So schauen wir gemeinsam, dass das Wasserrad in Schwung bleibt.

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Und es dreht sich doch.